Bocholt ist eine mittelgroße Stadt mit um die 73000 Einwohnern und liegt in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu den Niederlanden, was für Gutachter und ihre Wertermittlung von Interesse ist. Bocholt nimmt flächenmäßig eine Größe von knapp 120 Quadratkilometern im Münsterland ein.

Im 8. Jahrhundert wurde Bocholt zum ersten Mal erwähnt, doch erst rund fünfhundert Jahre später bekam der Ort seine Stadtrechte durch den Bischof von Münster verliehen. Im Mittelalter wuchs der Ort langsam und so wurden nach und nach viele neue Bauten errichtet. Dazu gehörten unter anderem eine weitere Kirche im gotischen Baustil sowie eine Anzahl Klöster. Wegen ihrer ungünstigen Lage im Grenzgebiet wurde die Stadt wiederholt Opfer von diversen Kriegen (zum Beispiel des 30jährigen Krieges) und so fanden immer wieder Zerstörungen statt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Bocholt einen industriellen Aufschwung bedingt durch den Einsatz der nun erfundenen Dampfmaschinen, die hier vor allem in der Textilfabrikation eingesetzt wurden. Der wirtschaftliche Aufschwung sorgte für erneute Zuwanderung von Bevölkerung und damit verbundenen notwendigen Verbesserungen der Infrastruktur wie beispielsweise neuen Schulen. Dies beziehen Sachverständigenbüros bei der Immobilienbewertung gern in ihre Gutachten mit ein.

Der Zweite Weltkrieg löschte Bocholt nahezu aus. Über zwei Drittel der Stadt wurden 1945 durch ein starkes Bombardement der Alliierten zerstört. Die Briten besetzten den Ort, an dem fast 2000 russische Soldaten aus dem damaligen Lager für Kriegsgefangene begraben sind.
In der nunmehr britischen Besatzungszone wurden die ehemaligen Lager nun für Menschen genutzt, die zuvor aus ihren Heimatländern deportiert worden waren, also für die ehemaligen Zwangsarbeiter, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammten oder Polen und Litauen etc.

Im Zuge des Wiederaufbaus und des so genannten Wirtschaftswunders in den 50er Jahren erfuhr Bocholt eine Erstarkung der Wirtschaft in den Bereichen Metall- und Elektroindustrie. Die Textilindustrie konnte sich wegen der zunehmenden Billigproduktionen aus dem Ausland nicht mehr gut behaupten.

Nicht nur für Sachverständige, sondern auch für Besucher und Besucherinnen der Stadt Bocholt, ist die große Anzahl an Museen und Bauwerken interessant. Spätgotik, Barock, Renaissance und andere Baustile sind in dieser charmanten Stadt zu finden und zu besichtigen.

Ein künstlich angelegter See sorgt für Entspannung am Wasser. Wassersportler fühlen sich hier ebenso wohl wie die Badegäste. Zudem gibt es für die Radler/innen viele und gut ausgeschilderte Radwege, die zu schönen Ausflügen einladen. Um das historische Rathaus herum laden Geschäfte und Gastronomie zum Bummeln und Verweilen ein. Eine Stadtführung rundet dieses touristische Erlebnis ab. Wer die Seele baumeln lassen möchte, ist im etwa 69 Hektar großen Stadtwald gut aufgebhoben. Besonders die Kinder wird hier das Wildgehege interessieren. Besuchen Sie also das schöne Bocholt und erholen Sie sich im Münsterland!